Bundesrat ändert Strukturen im Kommando Militärpolizei
Bern, 28.10.2026 — Um die Führung zu vereinheitlichen und die Zusammenarbeit zu vereinfachen werden die Einsatzkommandos der Militärpolizei unter dem neuen Kommando Gendarmerie zusammengeführt. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 28. Oktober 2026 mit Änderungen der Verordnung über die Strukturen der Armee beschlossen. Die Änderungen dienen dazu, die Armee vermehrt auf die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit auszurichten. Sie treten am 1. Januar 2027 in Kraft.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Revision ist die Änderung der Strukturen des Kommandos Militärpolizei, bei der Neuunterstellungen und Umbenennungen vorgenommen werden. Mit der Zusammenführung der bisherigen Berufsformationen Einsatzkommando Militärpolizei und Einsatzkommando Militärpolizei Sicherheitsdienst zum neuen Kommando Gendarmerie kann die Militärpolizei ihre Ressourcen optimieren und trägt auch zur Stärkung der betrieblichen Effizienz bei. Damit wird eine einheitliche Führung und Einsatzstruktur geschaffen, welche die Zusammenarbeit innerhalb des militärischen Sicherheitsdispositivs vereinfacht.
Ergänzend wird die Berufsformation Militärische Kriminalpolizei neu direkt dem Kommandanten Militärpolizei unterstellt. Sie war zuvor Teil des Einsatzkommandos der Militärpolizei.
Historische Bezeichnung
Die neue Bezeichnung «Kommando Gendarmerie» ist auf eine historische Bezeichnung der Militärpolizei der Schweizer Armee zurückzuführen und stärkt die Identität der Formation innerhalb der Armeeorganisation. Sie bedeutet keine Kompetenzerweiterung der Militärpolizei gegenüber der zivilen Bevölkerung. Die Militärpolizei ist die Polizei der Armee und kümmert sich im Auftrag des Oberauditors um Delikte innerhalb der Armee.
Nach der Transformation der Milizkomponente der Militärpolizei mit der Änderung der Verordnung über die Strukturen der Armee per 1. Januar 2026 folgt nun die Weiterentwicklung des zweiten Teilbereichs, der Berufsformation der Militärpolizei, per 1. Januar 2027