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MedienmitteilungVeröffentlicht am 16. Oktober 2026

Staatssekretär Fasel führt den Strategischen Dialog zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich in Bern

Bern, 16.10.2026 — Am Freitag, 16. Oktober 2026, empfing EDA-Staatssekretär Alexandre Fasel Lord Wood of Anfield, Parliamentary Under-Secretary of State, für den jährlichen Strategischen Dialog zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich in Bern. Im Fokus der diesjährigen Gesprächsrunde standen einerseits bilaterale Themen und andererseits der herausfordernde geopolitische Kontext.

Im Zentrum des Dialogs standen die politischen, Wirtschafts-, Finanz- und Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sowie Möglichkeiten, diese weiter auszubauen. Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben im Juli 2026 die Verhandlungen über ein modernes Freihandelsabkommens abgeschlossen. Seit Januar 2026 ist ausserdem das Bern Financial Service Agreement in Kraft, das den Marktzugang für Schweizer Finanzdienstleister im Vereinigten Königreich erleichtert. Die beiden Delegationen sprachen auch über Fragen der Mobilität, Demokratie und Sicherheitskooperation. Die Weiterentwicklung der bereits engen Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Innovation war ebenfalls Bestandteil der Gespräche, wobei der Fokus auf der Künstlichen Intelligenz und dem Geneva AI Summit lag, der 2027 von der Schweiz organisiert wird. Weitere Gesprächsthemen waren das duale Bildungssystem der Schweiz und der Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA).

Ein weiterer Schwerpunkt des Dialogs waren die jeweiligen Beziehungen beider Länder zur EU. Lord Wood erklärte die Politik gegenüber der EU im Rahmen des «UK-EU Reset» unter dem neuen britischen Premierminister, während Staatssekretär Fasel das Paket Schweiz–EU (Bilaterale III) erläuterte. Beide Seiten waren sich einig, dass offene Märkte für die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kontinents von grosser Bedeutung sind.

Schliesslich war auch das aktuelle Weltgeschehen Thema des diesjährigen Dialogs. Die geopolitischen Herausforderungen in Europa und insbesondere auch im Nahen Osten bleiben gross. Zudem tauschten sich die beiden Delegationen über den Krieg in der Ukraine aus. Ferner kamen multilaterale Themen zur Sprache, insbesondere die Bedeutung des internationalen Genfs sowie der Schweizer Vorsitz der OSZE und namentlich die bevorstehende OSZE-Ministerkonferenz vom 3. und 4. Dezember in Lugano.

Die jährlichen Treffen ermöglichen es der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, ihre bilateralen Beziehungen zu vertiefen, und zu prüfen, wie diese weiter ausgebaut werden können. Seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU regeln die beiden Länder ihre Beziehungen, die zuvor auf den bilateralen Verträgen Schweiz–EU beruhten, über eine Reihe von neuen bilateralen Abkommen.

Bilaterale Beziehungen Schweiz - UK