Davos: Handelsministerinnen und ‑minister ebnen den Weg für die dieses Jahr stattfindende 14. WTO-Ministerkonferenz
Davos, 22.01.2026 — Auf Einladung von Bundespräsident Guy Parmelin sind am 22. Januar 2026 in Davos Handelsministerinnen und ‑minister, die für Fragen der Welthandelsorganisation (WTO) zuständig sind, sowie die WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala zusammengekommen. Sie diskutierten die Rolle der WTO angesichts der globalen Herausforderungen im Bereich der Handelspolitik. Dabei wurden unter anderem mögliche Kompromisslösungen für einige Verhandlungsthemen sowie die Prioritäten für die WTO-Reform behandelt. Diese Themen werden im Zentrum der 14. WTO-Ministerkonferenz stehen, die im März in Kamerun stattfindet.
Am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos nahmen 21 für die WTO zuständige Ministerinnen und Minister an einem von der Schweiz organisierten informellen Ministertreffen teil, um die Rolle der WTO angesichts der globalen Herausforderungen im Bereich der Handelspolitik zu diskutieren. Zunächst tauschten sich die teilnehmenden Ministerinnen und Minister in einem offenen und interaktiven Dialog über mögliche Kompromisslösungen für Themen aus, bei denen sich ein Konsens bereits abzeichnet. Dazu zählen insbesondere das Übereinkommen zur Erleichterung von Investitionen im Dienste der Entwicklung sowie das Moratorium gegen Zölle auf elektronische Übermittlungen.
Im zweiten Teil des Treffens legten die Ministerinnen und Minister die politischen Stossrichtungen fest und diskutierten ihre Standpunkte zu den Prioritäten der WTO-Reform, die im Zentrum der 14. ordentlichen WTO-Ministerkonferenz von Ende März 2026 in Yaoundé (Kamerun) stehen werden. Diese Gespräche boten die Möglichkeit, die Schlüsselrolle der WTO für den globalen Handel zu erörtern und erneut zu unterstreichen.
In einem von Spannungen geprägten internationalen Kontext, in dem bewährte Regeln in Frage gestellt werden, bekräftigt die Schweiz nachdrücklich ihre Unterstützung für ein regelbasiertes multilaterales Handelssystem, das den Grundpfeiler ihrer Aussenhandelspolitik bildet. Als offene Volkswirtschaft, die stark in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden ist, ist die Schweiz auf zuverlässige Regeln angewiesen, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit des Handels zu gewährleisten. Daher wird die Schweiz im Hinblick auf den Fortbestand eines regelbasierten internationalen Handels auch weiterhin einen multilateralen Ansatz fördern und die WTO-Reform unterstützen.