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MedienmitteilungVeröffentlicht am 25. Juni 2026

Die Bundesaufwendungen für Forschung und Entwicklung sind 2025 deutlich gestiegen

Neuchâtel, 24.06.2026 — Die Aufwendungen des Bundes für Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung erreichten 2025 einen neuen Höchststand. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 644 Millionen Franken (+25%) auf 3,2 Milliarden Franken. Grund für die starke Zunahme ist die Wiederassoziierung der Schweiz an das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe». Dies geht aus der Auswertung von Administrativdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

2025 hat der Bund 3,2 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aufgewendet, davon 2,9 Milliarden in Form von Beiträgen, 248 Millionen für eigene Forschungsaktivitäten und 56 Millionen für F+E-Aufträge an externe Partner. Der Anstieg der F+E-Aufwendungen des Bundes erklärt sich mit der Erhöhung der Forschungsbeiträge, mit denen sowohl nationale als auch internationale Forschung unterstützt und gefördert wird.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich diese Beiträge 2025 um 642 Millionen Franken (+28 %). Diese Zunahme ist in erster Linie auf die Wiederaufnahme der Zahlungen an die Europäische Kommission im Rahmen der Wiederassoziierung der Schweiz an das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation (RPFI) «Horizon Europe» zurückzuführen. Anders als bei den Übergangsmassnahmen während der Nicht-Assoziierung, deren Zahlungen sich über mehrere Jahre verteilen, fallen mit der Assoziierung wieder jährliche Pflichtbeiträge an. Gleichzeitig wurden 2025 weiterhin Direktzahlungen für laufende Forschungsprojekte geleistet, die während der Nichtassoziierung der Schweiz von 2021 bis 2024 als Übergangsmassnahme eingerichtet worden waren. Die Summe dieser Forschungsbeiträge führte somit zu einem starken Anstieg der in der Statistik sichtbaren F+E-Aufwendungen.

Unterstützung nationaler und internationaler Organisationen

Mehr als 90% der Gesamtaufwendungen für F+E des Bundes sind F+E-Beiträge (2,9 Mrd. Franken im Jahr 2025). Gut zwei Drittel dieser Beiträge (68%) wurden an nationale Forschungsanstalten vergeben. Hauptnutzniesser der F+E-Beiträge des Bundes war der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF). Er erhielt 1,2 Milliarden Franken, was 41% der Gesamtbeiträge entspricht.

Internationale Organisationen im Ausland bilden mit einer Summe von 916 Millionen Franken (31%) eine zweite grosse Empfängergruppe. Dieser Betrag umfasst namentlich die Zahlungen für die RPFI (623 Mio. Franken) sowie die Beiträge an andere internationale Forschungseinrichtungen wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA; 196 Mio. Franken) und das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik (CERN; 47 Mio. Franken). Internationale Organisationen im Ausland ermöglichen die Finanzierung gross angelegter internationaler Forschungsprojekte. So haben beispielsweise mehrere im Rahmen der ESA durchgeführte Forschungsprojekte, an denen die Schweiz beteiligt war, zum Erfolg der jüngsten Mondmission ARTEMIS II beigetragen.

Landwirtschaft und Verteidigung führen die Forschungsbereiche des Bundes an

Der Bund stellt auch Mittel für seine eigenen Forschungsaktivitäten bereit, die er entweder selber durchführt (Intramuros-F+E) oder im Rahmen von Forschungsaufträgen an externe Partner vergibt. Im Jahr 2025 erhöhten sich die Intramuros-F+E-Aufwendungen des Bundes gegenüber dem Vorjahr um 3 Millionen (+1%) auf 248 Millionen Franken. Gleichzeitig gingen die F+E-Aufträge um 2 Millionen Franken (–3%) auf 58 Millionen Franken zurück.

Nahezu zwei Drittel (64%) der Intramuros-F+E-Aufwendungen des Bundes kommen der Landwirtschaft zugute (158,2 Mio. Franken). In diesem Bereich werden die Forschungsaktivitäten insbesondere vom Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung (Agroscope) durchgeführt. Bei den F+E-Aufträgen fliesst der grösste Teil der Aufwendungen (32%) in die Landesverteidigung (18,1 Mio. Franken). Dahinter folgen die Bereiche «Umwelt» (15%), «Transport, Telekommunikation und andere Infrastrukturen» sowie «Energie» (je 13%).

Weniger Forschungspersonal

Im Jahr 2025 beschäftigte der Bund im Forschungsbereich 2219 Personen bzw. 1142 Vollzeitäquivalente. Im Vergleich mit den beiden vorangehenden Erhebungen sind diese Zahlen rückläufig: 2023 beschäftigte der Bund 2355 Personen bzw. 1166 Vollzeitäquivalente. Dieser Personalabbau im Forschungsbereich ist auf den Rückgang der F+E-Aufträge und damit des benötigten Personals für die Projektbetreuung sowie auf den moderaten Anstieg der Intramuros-F+E-Aufwendungen des Bundes im gleichen Zeitraum zurückzuführen.

Im Jahr 2025 waren beim Bund 1363 Forschende beschäftigt, was mehr als der Hälfte (61%) des F+E-Personals entsprach. 42% dieser hochqualifizierten Forschenden waren Frauen, deren Anteil gegenüber der vorangehenden Erhebung leicht anstieg (+1 Prozentpunkt). Nebst den Forschenden setzt sich das F+E-Personal aus Hilfspersonal (22%) und technischem Personal (17%) zusammen.

Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.