In der Wintersaison 2025/26 bleibt die Anzahl Logiernächte in der Schweizer Hotellerie hoch
Neuchâtel, 08.06.2026 — Die Schweizer Hotellerie erreichte in der touristischen Wintersaison (November 2025 bis April 2026) mit 18,7 Millionen Logiernächten einen historischen Höchstwert. Gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode wurde eine Zunahme um 1,1% (+198 000 Logiernächte) verzeichnet. Die ausländische Nachfrage registrierte einen leichten Anstieg um 0,5% (+46 000) auf 9,3 Millionen Logiernächte, die inländische Nachfrage erhöhte sich um 1,6% (+152 000) auf 9,5 Millionen Logiernächte. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Zwischen Dezember und Februar stieg die Nachfrage gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten stark an. Ab März war dann ein Rückgang zu beobachten.
Inländische Nachfrage auf Rekordniveau
Mit 9,5 Millionen Logiernächten in der Wintersaison 2025/26 erhöhte sich die Schweizer Nachfrage gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 1,6% (+152 000 Logiernächte) und übertraf damit die Rekordwerte der letzten vier Wintersaisons.
Am stärksten war die Zunahme im Dezember 2025 (+5,9%) und April 2026 (+5,1%). Im März verzeichnete die Logiernächtezahl der inländischen Gäste hingegen einen deutlichen Rückgang
(–5,7%).
Ausländische Nachfrage bleibt stabil
Mit 9,3 Millionen Logiernächten blieb die ausländische Nachfrage gegenüber der vorangehenden Wintersaison nahezu unverändert (+46 000/+0,5%). Sie erreichte den höchsten Stand seit der Wintersaison 2007/08. Zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 legte die Logiernächtezahl der ausländischen Gäste kräftig zu, bevor sie ab März 2026 einbrach. Grund für die Abwärtsbewegung war hauptsächlich die rückläufige Nachfrage der Besucherinnen und Besucher aus Asien, die aufgrund des Konflikts im Mittleren Osten fernblieben.
Die Gäste aus Europa stellen nach wie vor den grössten Teil der ausländischen Nachfrage (62,6%). Sie sorgten für insgesamt 5,8 Millionen Logiernächte, was einer Zunahme um 104 000 Logiernächten bzw. 1,8% entspricht. Unter den europäischen Ländern wurde der grösste absolute Anstieg bei den Gästen aus Deutschland (+26 000/+1,6%), verzeichnet, gefolgt vom Vereinigten Königreich (+18 000/+2,3%) und Spanien (+17 000/+7,3%). Umgekehrt ging die Nachfrage aus Frankreich (–10 000/–1,4 %) und den Niederlanden (–5100/–1,8%) zurück.
Die Logiernächtezahl der Gäste aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich markant (+93 000/+5,5%) und erreichte mit 1,8 Millionen einen neuen Rekord. Die Besucherinnen und Besucher aus den Vereinigten Staaten sorgten für das stärkste absolute Wachstum aller ausländischen Herkunftsländer (+52 000/+4,5%) und verzeichneten ihr bestes Ergebnis der letzten drei Jahrzehnte. Ebenfalls zugenommen hat die Logiernächtezahl der Gäste aus Brasilien (+17 000/+8,2%) und Kanada (+9400/+8,0%).
Die asiatische Nachfrage verringerte sich in der Wintersaison 2025/26 stark (–155 000/–10,1%) auf 1,4 Millionen Logiernächte. Sie war bereits im Januar rückläufig und gab im März (–16,9 %) und April (–28,4 %) dann insbesondere aufgrund des Konflikts im Mittleren Osten nochmals stark nach. Unter den Ländern des asiatischen Kontinents war der grösste absolute Rückgang bei den Gästen aus Indien zu beobachten (–33 000/–15,8%), gefolgt von den Gästen aus den Golfstaaten (–26 000/–9,6%) und Südkorea (–22 000/–18,4%). Im Gegensatz dazu erhöhte sich die chinesische Nachfrage leicht um 900 Logiernächte (+0,3%). Mit Ausnahme von Japan brach die Nachfrage aus allen wichtigen asiatischen Märkten im März ein. Im April verschärfte sich der Rückgang weiter.
Die Nachfrage der Gäste aus Afrika stieg um 2,0% (+2400) auf 122 000 Logiernächte. Auch die Logiernächtezahl der Besucherinnen und Besucher aus Ozeanien nahm leicht zu (+1200/+0,7%).
Steigende Nachfrage in den meisten Tourismusregionen
Zehn der dreizehn Tourismusregionen registrierten in der Wintersaison 2025/26 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode ein Logiernächteplus. In den städtischen Regionen erhöhte sich die Logiernächtezahl stark, namentlich in Zürich Region (+51 000/+1,6%) und Genf (+42 000/+2,5%). Auch das Tessin verzeichnete ein kräftiges Logiernächtewachstum (+49 000/+7,2%). Im Wallis zog die Nachfrage hingegen nur moderat an (+15 000/+0,7%), während sie in Graubünden stabil blieb (+2800/+0,1%).
Die ausländische Nachfrage nahm in sieben der dreizehn Tourismusregionen zu, am stärksten in Graubünden (+57 000/+5,0%). Die inländische Nachfrage verbuchte in neun Regionen ein Wachstum, allen voran in Zürich Region (+54 000/+4,4%).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.