Zahlungsverkehr: Post erfüllt Vorgaben für die Grundversorgung
Biel/Bienne, 04.06.2026 — Im Jahr 2025 hatten in allen Kantonen mindestens 96,1 Prozent der Bevölkerung Zugang zu den Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs der Post. Damit übertraf diese den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert von 90 Prozent deutlich. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hält fest, dass die Post ihren Grundversorgungsauftrag im Zahlungsverkehr vollumfänglich erfüllt hat.
Je nach Kanton konnten im Jahr 2025 zwischen 96,1 und 100 Prozent der Bevölkerung Dienstleistungen des Barzahlungsverkehrs innerhalb von höchstens 20 Minuten zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. Damit übertraf die Post den gesetzlichen Mindestwert von 90 Prozent deutlich. Auf nationaler Ebene betrug der Anteil 98,3 Prozent.
Im Jahr 2025 wurden erneut weniger Kundinnen und Kunden am Postschalter bedient, womit auch die Zahl der dort abgewickelten Transaktionen zurückging. Die Anzahl der in Papierform am Schalter ausgeführten Zahlungsaufträge sank im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 10,9 Prozent (–11,2 % im Jahr 2024). Bei der Post getätigte papierbasierte Überweisungen auf Konti von Dritten machten weniger als 0,6 Prozent aller verarbeiteten Zahlungsaufträge aus. Im Gegenzug stieg der Anteil an elektronischen Überweisungen auf 99,1 Prozent (98,8 % im Jahr 2024).
Wie gesetzlich vorgeschrieben, stellte die Post sicher, dass Menschen mit Behinderungen barrierefrei auf Zahlungsdienste zugreifen können. Die im November 2020 verliehenen Konformitätsstufen «AA+» für www.postfinance.ch und «AA» für E-Finance blieben auch 2025 gültig. Diese Zertifizierungen sind mit dem in der Bundesverwaltung geltenden Standard eCH-0059 und der neuen EU-Richtlinie European Accessibility Act (EAA) kompatibel.
Entwicklung des Netzes an Zugangspunkten
Im Jahr 2025 verfügte die Post über 5045 Zugangspunkte (5003 im Jahr 2024), davon 718 Poststellen (–47) und 1264 Agenturen (+34). Darüber hinaus konnte in nunmehr 1922 Regionen der Hausservice genutzt werden (+11). Um flexibler auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen zu können, stellte die Post zudem 1141 Automaten wie MyPost24 oder andere Abhol- und Annahmestellen bereit. PostFinance betrieb alle 33 bestehenden Filialen weiter (keine Veränderung gegenüber 2024). Das Angebot ergänzten 58 Beratungsstellen (+1). Die Bargeldnutzung war weiter rückläufig, während gleichzeitig die Zahl der Postomaten im Jahr 2025 von 777 auf 745 sank.
Kundenzufriedenheit bei PostFinance
Die Privatkundinnen und -kunden zeigten sich zufrieden mit den Dienstleistungen von PostFinance: Der Zufriedenheitswert lag bei 83 von 100 möglichen Punkten, was einer Steigerung um 2 Punkte gegenüber 2024 entspricht. Besonders geschätzt wurden das E-Banking, die PostFinance-App und die Akzeptanz der PostFinance Card. Die Kosten und Gebühren sorgten hingegen nach wie vor für Unzufriedenheit. Auch die Geschäftskundschaft vergab höhere Noten: Von 77 Punkten im Jahr 2024 ist die Zufriedenheit auf 78 von 100 Punkten gestiegen. Diese positive Bewertung ist vor allem auf die E-Finance-Dienstleistungen, das einfache Bearbeiten von Rechnungen dank QR-Codes und die Automatisierung von Zahlungsvorgängen zurückzuführen.