Bundesrat unterstützt landwirtschaftliche Forschung für eine ernährungssichere Zukunft
Bern, 05.06.2026 — An seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 hat der Bundesrat beschlossen, der Globalen Partnerschaft für Landwirtschaftliche Forschung (CGIAR) für den Zeitraum von 2026 – 2027 einen Beitrag von 25 Millionen Franken zu gewähren. Die CGIAR betreibt Agrarforschung, um die globale Ernährungssicherheit zu stärken. Die Unterstützung der Schweiz für die CGIAR erfolgt im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit und stärkt auch den Forschungsstandort Schweiz.
Gemäss Schätzungen der Vereinten Nationen litten im Jahr 2024 über 670 Millionen Menschen an Hunger. Zudem fehlen 2,6 Milliarden Menschen die Mittel für eine gesunde Ernährung, wie die UNO in ihrem Bericht zum Stand der Ernährungssicherheit schreibt.
Forschung als Grundlage im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung
Um die Ernährungssicherheit zu verbessern, betreibt die CGIAR grundlegende und angewandte Forschung, die spezifisch auf die Bedürfnisse von Kleinbauern und -bäuerinnen in Entwicklungsländern ausgerichtet ist. Dies umfasst zum Beispiel die Entwicklung ressourcenschonender Anbaumethoden und die Züchtung von Saatgut, das an den Klimawandel angepasst ist. Diese Investitionen kommen Millionen von Menschen in einkommensschwachen Ländern zugute.
Die CGIAR ist eine strategische Partnerschaft von 15 Forschungszentren, 13 davon in Entwicklungsländern. Mit ihrem breiten Netzwerk von über 3‘000 Partnern ist die CGIAR in mehr als 80 Ländern tätig. Sie gehört mit ihrem Schwerpunkt Forschung zu den prioritären multilateralen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Ein spezifisches Ziel der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2025-2028 besteht darin, nachhaltige Ernährungssysteme zu stärken.
Seit ihrer Gründung vor mehr als 50 Jahren hat die CGIAR massgeblich zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge und zur Verbesserung der Ernährung in Entwicklungsländern beigetragen. Die CGIAR unterhält auch das weltweit grösste Netz von Genbanken. Dieses bildet das Rückgrat für neue Pflanzenzüchtungen und leistet einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung der genetischen Vielfalt auf globaler Ebene.
Zusammenarbeit mit schweizerischen Forschungsinstitutionen
Als Mitglied im Leitungsgremium der CGIAR spielt die Schweiz eine aktive Rolle bei der strategischen Ausrichtung und der Umsetzung von institutionellen Reformen der globalen Forschungspartnerschaft. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren schweizerischen Forschungsinstitutionen wie etwa der ETH leistet die CGIAR auch einen Beitrag zur Förderung des Forschungsstandorts Schweiz. Der finanzielle Beitrag der Schweiz an die CGIAR wird über den Verpflichtungskredit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gedeckt. Die Schweiz hatte in der Vorperiode (2022 - 2024) die CGIAR mit einem Beitrag von 51,3 Millionen Franken unterstützt. Mit dem reduzierten Betrag für 2026 - 2027 setzt die DEZA die Sparvorgaben des Parlaments um.