Schweizer Botschaft in Iran wird schrittweise wiedereröffnet
Bern, 24.04.2026 — Seit dieser Woche, ist ein kleines Team der Schweizer Botschaft wieder in Teheran präsent. Die Botschaft war am 11. März 2026 aufgrund der prekären Sicherheitslage vorübergehend geschlossen worden. Das technische Team bestehend aus vier Schweizer Mitarbeitenden bereitet die schrittweise Wiederaufnahme des Botschaftsbetriebs vor.
Der Entscheid, die Botschaft schrittweise wieder zu eröffnen, erfolgte nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit Iran sowie den USA, deren Interessen die Schweiz im Rahmen ihres Schutzmachtmandats vertritt.
Die Schweizer Mitarbeitenden werden in einer ersten Phase verschiedene Abklärungen im Hinblick auf eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebs vornehmen. Diese ist ebenfalls abhängig von der Lageentwicklung in Iran. Konsularische Dienstleistungen, einschliesslich der Visavergabe, können derzeit noch nicht angeboten werden. Das technische Team wird vom Schweizer Geschäftsträger geleitet. Die Rückkehr der übrigen Mitarbeitenden ist dann geplant, wenn alle Abklärungen für eine vollständige Wiedereröffnung der Botschaft abgeschlossen sind.
Die Schweiz verfolgt die Entwicklungen in der Region aufmerksam und steht in engem Kontakt mit ihren Partnern. Sie ist bereit, ihre Guten Dienste anzubieten, wenn die Parteien dies wünschen, und unterstützt alle diplomatischen Initiativen, die zu einer Deeskalation und zu einem nachhaltigen Frieden beitragen. Mit der Rückkehr nach Teheran erfüllt die Schweiz ihre Aufgaben als Schutzmacht für amerikanische Interessen wieder direkt von Iran aus. Der Kommunikationskanal zwischen den beiden Ländern wurde auch während der temporären Schliessung offengehalten.