Verkehrsprognosen Skiferien 2026: Erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet
Bern, 22.01.2026 — Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) rechnet während der Skiferien im Februar mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen. Besonders betroffen sind die Zufahrtsrouten zu den Wintersportgebieten sowie die Autobahnen im Mittelland und in den Agglomerationen. Im Kanton Graubünden könnten zudem die Olympischen Winterspiele 2026 zu zusätzlichem Verkehr führen.

Die Auswirkungen des Wintersport- und Ferienreiseverkehrs werden im Februar vor allem an den Wochenenden spürbar sein. Betroffen sind insbesondere die Autobahnen A1, A2, A3, A8, A9 und A13 sowie die Räume Zürich, Bern, Basel, Luzern, Chur und Lugano. Mit Verkehrseinschränkungen ist zudem auf der San-Bernardino-Route zwischen Sargans und Thusis, im Bereich des Gotthard-Strassentunnels sowie auf den Routen ins Berner Oberland und ins Wallis zu rechnen.
Ortschaften entlasten – Bei Stau auf der Autobahn bleiben
Hohes Verkehrsaufkommen mit Stau und Zeitverlusten auf Hauptachsen führt oft zu unerwünschtem Ausweichverkehr. Dieser belastet die Menschen in den Ortschaften entlang der Nationalstrassen und führt letztlich zum Verkehrskollaps in den Regionen. Der lokale Individual- und Geschäftsverkehr, der öffentliche Verkehr (Busse, Postauto) und der Langsamverkehr auf den Kantons- und Gemeindestrassen werden behindert und das Unfallrisiko steigt. Es ist deshalb wichtig, dass Reisende auch bei Stau auf der Autobahn bleiben und diese nicht verlassen, nicht zuletzt aus Rücksichtnahme gegenüber der örtlichen Bevölkerung.
Übersicht
Neben dem üblichen hohen Verkehrsaufkommen in den Agglomerationsgebieten von Zürich, Basel und Bern ist während der Ferienzeit auf den folgenden Strecken mit zusätzlichen Einschränkungen zu rechnen:
Autobahnen
- A1 Härkingen – Wangen a.A.
- A2 Belchen-Tunnel – Härkingen
- A2/A14 Region Luzern (bis Stans-Nord)
- A2 Amsteg – Quinto (Gotthard-Strassentunnel)
- A3 Walenstadt – Reichenburg
- A8 Interlaken – Spiez
- A8 Sarnen – Verzweigung Lopper
- A9 La Veyre/Vevey – Bex-Nord
- A12 Châtel-St-Denis – La Veyre/Vevey
- A13 Sarganserland – Thusis
- A28 Landquart – Klosters
- Wartezeiten an Grenzübergängen möglich
Hauptstrassen
- Spiez – Kandersteg (Hinreise)
- Gampel – Goppenstein (Rückreise)
- Brunnen – Flüelen (Axenstrasse)
- Göschenen – Andermatt
- Bellinzona – Locarno
- sowie diverse Hauptstrassen im Berner Oberland, in Graubünden und in den Walliser Seitentälern
Autoverladestationen
- Bei der Hinreise kann es jeweils an folgenden Verladestationen von 08 bis 16 Uhr zu Wartezeiten kommen: An der Furka in Realp, am Lötschberg in Kandersteg und am Vereina in Klosters-Selfranga.
- Bei der Rückreise sind Wartezeiten erfahrungsgemäss jeweils von 11 bis 18 Uhr möglich. Dies betrifft die Furka in Oberwald, den Lötschberg in Goppenstein und den Vereina in Lavin-Sagliains.
- Zwischen dem 16. Februar und dem 28. Mai 2026 verkehrt der Autozug beim Autoverlad Simplon aufgrund von Bauarbeiten im Simplontunnel im 120-Minuten-Takt (statt im regulären 90-Minuten-Takt).
- Beim Autoverlad Lötschberg verkehren während der Sportferien bei hohem Verkehrsaufkommen ab Kandersteg und ab Goppenstein Zusatzzüge – bis zu sechs Autozüge pro Stunde und Richtung.
Olympische Winterspiele 2026
Vom 6. bis 22. Februar finden die Olympischen Winterspiele in Milano Cortina (IT) statt. Einige Anreiserouten führen über den Kanton Graubünden. Informationen des Kantons Graubünden zur Verkehrssituation in den Regionen Prättigau und Engadin finden Sie hier: Olympische Winterspiele 2026: Präsentation des Verkehrskonzepts.
Verfügbare Strassen sicherstellen – auch im Winter
Das ASTRA und seine Partner sorgen auch während der Winterferien für einen sicheren und möglichst reibungslosen Betrieb der Nationalstrassen. Die Verkehrsmanagementzentrale Schweiz des ASTRA überwacht die Verkehrslage rund um die Uhr und erstellt Verkehrsmeldungen zur aktuellen Verkehrssituation. Sie koordiniert bei Bedarf verkehrslenkende Massnahmen in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen und Einsatzdiensten, um die Verfügbarkeit der Strassen auch bei winterlichen Verhältnissen und erhöhtem Verkehrsaufkommen sicherzustellen.