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MedienmitteilungVeröffentlicht am 13. März 2026

ETH-Bereich erfüllt im ersten Jahr der Finanzierungsperiode 2025–2028 die strategischen Ziele mehrheitlich

Bern, 13.03.2026 — Der Bundesrat hat sich am 13. März 2026 mit der Erreichung der strategischen Ziele durch den ETH-Bereich im Jahr 2025 befasst. Das Berichtsjahr stellt das erste der neuen Finanzierungsperiode 2025–2028 dar. In ihren Kernaufgabengebieten erbrachten die Institutionen des ETH-Bereichs überzeugende Leistungen. Die vom Bundesrat gesetzten Ziele wurden mehrheitlich erreicht.

Die ETH Zürich und die EPFL bieten eine Lehre von hoher Qualität an, die bei Studierenden und Doktorierenden grossen Anklang findet. Ihre Anzahl hat 2025 gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen. Dank gezielter Massnahmen im Hinblick auf die Kapazität ist das Wachstum mit zwei Prozent aber gegenüber den Vorjahren abgeflacht. Die EPFL hat die Zulassung zum Bachelorstudium für ausländische Studierende mit ausländischem Vorbildungsausweis ab dem Herbstsemester 2025 während vorerst vier Jahren beschränkt. Zudem wurden an beiden ETH die Studiengebühren für Bildungsausländerinnen und -ausländer verdreifacht. 2025 zählten die beiden ETH 40 627 Studierende und Doktorierende. Die Ingenieurwissenschaften bilden mit 11 125 Studierenden und Doktorierenden das grösste Fachgebiet, vor den exakten Wissenschaften und Naturwissenschaften mit 7669.

Die beiden ETH konnten ihre Spitzenplätze in internationalen Hochschulrankings halten. Sie belegten 2025 beispielsweise im Times Higher Education World University Ranking die Plätze 11 (ETH Zürich) beziehungsweise 35 (EPFL). Mit ihren Forschungsschwerpunkten leisten die Institutionen des ETH-Bereichs wichtige Beiträge in zukunftsrelevanten Themenfeldern wie Hochleistungsrechnen, künstliche Intelligenz, Energie, Klima oder Medizinforschung.

Der ETH-Bereich entwickelt, baut und betreibt auch grosse Forschungsinfrastrukturen, die er der Wissenschaftsgemeinschaft und unter Anrechnung der Kosten auch der Industrie zur Verfügung stellt. 2025 wurde am PSI die modernisierte Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) eingeweiht, die neue wissenschaftliche Möglichkeiten eröffnet. Nach der Einweihung des Supercomputers Alps Ende 2024 am Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano wurden 2025 mehrere Plattformen in Betrieb genommen, unter anderem für Wetter und Klima sowie für maschinelles Lernen. Dies hat zum Beispiel die Entwicklung des Sprachmodells «Apertus» ermöglicht, das erste mehrsprachige «Large Language Model», das in der Schweiz entwickelt wurde und «Open Source» zur Verfügung steht. Mit Alps nimmt die Schweiz im Bereich Hochleistungsrechnen weltweit eine führende Position ein.

Entsprechend den strategischen Zielen des Bundesrates fördern die Institutionen des ETH-Bereichs das unternehmerische Denken und Handeln ihrer Angehörigen. Diese Bemühungen führten 2025 unter anderem dazu, dass 70 Spin-offs aus dem ETH-Bereich entstanden, sechs mehr als im Jahr davor.

Der Bund deckte 2025 direkt oder indirekt 82 Prozent der Erträge des ETH-Bereichs. Der Anteil von Erträgen aus Drittmitteln und aus kompetitiv eingeworbenen Mitteln (inkl. Bundesmittel) stieg auf fast 34 Prozent. Die Reserven wurden lediglich um 25 Millionen Franken auf 916 Millionen Franken abgebaut.

Als teilweise erreicht beurteilte der Bundesrat drei strategische Ziele. Er sieht Verbesserungsbedarf durch eine stärkere Nutzung von Synergien bei den Beschaffungen im ETH-Bereich, beim Reservenabbau, beim Immobilienmanagement sowie bei der aktuellen Überprüfung der Organisation und Struktur des ETH-Bereichs durch den ETH-Rat.

Der Bundesrat führt den ETH-Bereich über strategische Ziele und erstattet dem Parlament jährlich Bericht über deren Erreichung. Der vom ETH-Rat als strategischem Führungs- und Aufsichtsorgan geleitete ETH-Bereich umfasst die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH Zürich) und in Lausanne (EPFL) sowie die vier Forschungsanstalten Paul Scherrer Institut (PSI), Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag).