Staatssekretärin Martina Hirayama am informellen EU-Ministertreffen zur Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Forschung und Innovation
Bern, 21.07.2026 — Am 21. Juli 2026 hat Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, am informellen Treffen der EU-Forschungsministerinnen und -minister in Dublin teilgenommen. Das Treffen fand unter irischer Ratspräsidentschaft statt und widmete sich der Frage, wie Europa seine Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Forschung und Innovation stärken kann.
Im Mittelpunkt standen zwei politische Debatten. Die erste befasste sich mit dem Aufbau eines europäischen Wissens-, Forschungs- und Innovationsmarkt («One Europe, One Market: Achieving a Single Market for Knowledge, Research and Innovation»). Diskutiert wurden insbesondere die Mobilität von Forschenden, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Rahmenbedingungen für einen europäischen Wissensmarkt.
In der zweiten Debatte («One Europe, One Market: Boosting our Innovation Performance») stand die Frage im Vordergrund, wie Europa seine wissenschaftliche Exzellenz erfolgreicher in marktfähige Produkte, Dienstleistungen und wettbewerbsfähige Unternehmen überführen kann. Die Ministerinnen und Minister tauschten sich insbesondere über die Wirksamkeit bestehender Innovationsinstrumente, die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen sowie die Attraktivität Europas für Forschende, Innovatoren und Investoren aus.
Staatssekretärin Hirayama betonte die Bedeutung offener und exzellenzbasierter Forschungs- und Innovationssysteme. Aus Schweizer Sicht seien leistungsfähige Rahmenbedingungen, die Förderung von Talenten sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Akteuren zentrale Voraussetzungen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig unterstrich sie, dass die Vielfalt der europäischen Forschungs- und Innovationsökosysteme eine wichtige Stärke darstellt und durch eine vertiefte Zusammenarbeit weiter genutzt werden sollte. Gerade in strategisch wichtigen Forschungs- und Technologiebereichen sei eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit entscheidend, um Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln und Europas wissenschaftliche und technologische Stärke im globalen Wettbewerb zu sichern.
Im Zusammenhang mit der Diskussion über den europäischen Wissensmarkt verwies Staatssekretärin Hirayama zudem auf die Bedeutung offener und interoperabler Forschungs- und Dateninfrastrukturen. Als Beispiel nannte sie das von ETH Zürich, EPFL und CSCS entwickelte offene Sprachmodell «Apertus», das zeigt, wie exzellente Forschung, leistungsfähige Infrastrukturen und internationale Zusammenarbeit zur Entwicklung strategisch wichtiger Technologien führen können.
Am Rande des Treffens führte Staatssekretärin Hirayama bilaterale Gespräche mit mehreren europäischen Partnern. Dazu gehörten unter anderem ein Austausch mit der deutschen Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, ein Gespräch mit der österreichischen Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Eva-Maria Holzleitner, sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereinigten Königreichs und der Europäischen Kommission. Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle Entwicklungen in der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik sowie die weitere Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum.