Treffen in Lausanne: Sport für Dialog und Frieden
Bern, 10.09.2026 — Am 9. September 2026 hat in Lausanne ein hochrangiges Treffen stattgefunden, bei dem es um die Rolle des Sports im Dienst der Diplomatie und des Friedens ging. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport und Wissenschaft aus dem Sahel und aus Westafrika erörterten die Frage, wie der Sport Vertrauen schaffen, den Dialog aufrechterhalten und bei angespannten politischen Beziehungen Kontaktmöglichkeiten eröffnen kann. Im Anschluss an einen runden Tisch traf Bundesrat Ignazio Cassis hochrangige Vertreter der Behörden der Konföderation der Sahelstaaten und des Senegal.
Der Runde Tisch mit dem Thema «Der Sport im Dienst der Diplomatie: ein Instrument für Dialog, Einflussnahme und Wandel für die Sahel-Region und Westafrika?» fand im Rahmen der von der Universität Lausanne durchgeführten internationalen Tagung «Diplomaties, diplomates et sports, XIXe–XXIe siècle» statt. Es knüpft an die 2025 lancierte Initiative des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) an, gemäss der die Sportdiplomatie die klassischen Instrumente der Schweizer Aussenpolitik ergänzen soll.
Über den Sport können auch bei politischen Spannungen Kontakte gepflegt und Dialogmöglichkeiten zwischen Staaten, Institutionen und Gesellschaften geschaffen werden. Das EDA will dieses Potenzial verstärkt nutzen, um Vertrauen zu schaffen, Frieden zu fördern und die Guten Dienste der Schweiz anzubieten. Grégoire Junod, Stadtpräsident von Lausanne, und Christophe Champod, Rektor der Universität Lausanne, nahmen ebenfalls am hochrangigen Treffen teil.
Lausanne, wo das Internationale Olympische Komitee und zahlreiche andere internationale Sportorganisationen ihren Sitz haben, bietet die idealen Voraussetzungen für ein solches Treffen. Die Olympischen Jugendspiele in Dakar (31.10.–13.11.2026) werden die nächste wichtige Gelegenheit für die Initiative der Schweiz sein.
Im Anschluss an den Runden Tisch traf sich Bundesrat Ignazio Cassis mit dem Aussenminister von Niger, Bakary Yaou Sangaré, dem Aussenminister von Senegal, Cheikh Niang, sowie mit Nadine Traoré Bazié, Referentin im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, regionale Zusammenarbeit und im Ausland lebende Burkinabè, und Sékou, genannt Gaoussou Cissé, Botschafter und Ständiger Vertreter von Mali beim Büro der Vereinten Nationen und den anderen internationalen Organisationen in Genf.
Zu den Gesprächsthemen gehörten die Stärkung des Dialogs mit den Ländern der Konföderation der Sahelstaaten (AES) und Westafrikas, indem der Sport als Instrument für Vertrauen, Diplomatie und Frieden genutzt wird.