Schweizer Delegation an der Europarat-Konferenz zu sozialen Rechten und am 2. tripartiten Arbeitsdialog in der Republik Moldau
Bern, 23.03.2026 — Vom 17. bis 20. März unternahm eine tripartite Schweizer Delegation bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Regierung, Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden eine Mission nach Moldau, welche die Förderung einer kohärenten und nachhaltigen Aussenwirtschaftspolitik zum Ziel hatte. Die Delegation wurde von Botschafterin Valérie Berset Bircher, Leiterin Internationale Arbeitsfragen des SECO geleitet. Die Mission deckte die hochrangige Konferenz zu den sozialen Rechten des Europarates, den zweiten tripartiten Arbeitsdialog mit dem moldawischen Arbeitsministerium sowie den Start eines Schweizer Beschäftigungsprojekts in Moldau ab.
Botschafterin Valérie Berset Bircher vertrat die Schweiz an der hochrangigen Konferenz zu den sozialen Rechten, die vom Europarat am 19. März 2026 in Chişinău organisiert wurde. Aufbauend auf der Erklärung von Reykjavík von 2023 und der Erklärung von Vilnius von 2024 konzentrierte sich die Konferenz auf die Stärkung des Schutzes und der Umsetzung sozialer Rechte in ganz Europa. Die Schweiz betonte in ihrer Rede, dass eine starke Demokratie auf aktiver Bürgerbeteiligung, sozialer Gerechtigkeit und einem kooperativen Dialog zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft beruht. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Gewährleistung sozialer Rechte für alle entscheidend ist, um die Nachhaltigkeit des demokratischen Systems zu stärken.
Anschliessend fand der 2. tripartite Arbeitsdialog mit dem moldauischen Arbeitsministerium statt, welcher der Delegation die Möglichkeit zu Vertriefung der Zusammenarbeit in Arbeits- und Beschäftigungsfragen bot. Unter aktiver Beteiligung der Sozialpartner diskutierten die Delegationen die Rolle der Sozialpartnerschaft in der Gestaltung des Arbeitsmarkts in beiden Ländern. Auch tauschten sich die beiden Delegationen über Massnahmen zur Ausschöpfung des inländischen Fachkräftepotenzials aus. Aufgrund der positiven Erfahrungen und Resultate des Arbeitsdialogs einigten sich beide Länder, den Austausch regelmässig weiterzuführen.
Des Weiteren nahm die tripartite Delegation am Start des Schweizer Entwicklungsprojekts «Inclusive and Productive Employment in Moldova» teil, welches zur Schaffung von Arbeitsplätzen und verbesserten Arbeitsbedingungen sowie zur guten Führung und nachhaltigen Produktivitätssteigerung von Unternehmen beitragen wird. Die Delegation traf sich ausserdem mit moldauischen Arbeitsmarktbehörden und der Arbeitsministerin Natalia Plugaru.