Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 16. Juli 2026

Asylstatistik Juni 2026

Bern-Wabern, 16.07.2026 — Im ersten Semester dieses Jahres verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) insgesamt 9734 Asylgesuche. Das sind 1907 Gesuche weniger als in der Vorjahresperiode, was einem Rückgang um 16 Prozent entspricht.

Asylstatistik Juni 2026

Im Juni 2026 gingen beim SEM 1777 Asylgesuche ein. Das sind 436 Gesuche weniger als im Juni 2025 (–20 Prozent). Diese Abnahme gegenüber Juni 2025 hängt mit den tieferen Anlandungszahlen in Süditalien und dem rückläufigen Trend bei türkischen Asylgesuchen zusammen. Verglichen mit Mai 2026 lässt sich eine leichte Zunahme von 153 Gesuchen feststellen (+9 Prozent).

Das wichtigste Herkunftsland bleibt Afghanistan mit 456 Gesuchen. Darauf folgt Eritrea (222), Algerien (175), Türkei (140) und Somalia (139).

Von den im Berichtsmonat 1777 gestellten Gesuchen entfielen 1426 auf Primär- und 351 auf Sekundärgesuche. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Anzahl der Primärgesuche um 25 Prozent (–463 Gesuche) abgenommen, während im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg von 11 Prozent (+137 Gesuche) zu beobachten ist.

Im Juni 2026 entschied das SEM erstinstanzlich über 2235 Asylgesuche. In knapp einem Drittel der Fälle wurde Asyl gewährt. Insgesamt verliessen 872 Personen kontrolliert die Schweiz, wovon 527 selbständig ausgereist sind. Die restlichen 345 Personen wurden unter polizeilicher Begleitung in ihren Heimatstaat oder einen zuständigen Dritt- oder Dublin-Staat zurückgeführt.

Links

Dokumente