Volker Türk zu Besuch in Bern: Gespräche über die Rolle des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte
Bern, 30.09.2026 — Bundesrat Beat Jans und Staatssekretär Alexandre Fasel haben heute Mittwoch, 30. September 2026, in Bern Volker Türk, den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, empfangen. Zu den Gesprächsthemen gehörten die Partnerschaft zwischen der Schweiz und dem UNO-Hochkommissariat, die Rolle des internationalen Genf und die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Menschenrechte. Ausserdem bekräftige die Schweiz ihre finanzielle Unterstützung für die Periode 2026–2027.
Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) Beat Jans und Hochkommissar Volker Türk sprachen über die Bedeutung der Achtung, Stärkung und Durchsetzung der Menschenrechte. Diese sind ein wesentlicher Faktor für die globale Stabilität und die Konfliktprävention und können dazu beitragen, Flucht und irreguläre Migration zu reduzieren. Der Bundesrat betonte ausserdem den hohen Stellenwert der Menschenrechte für die Schweiz, namentlich im Bereich der Migration.
Beim Treffen mit Volker Türk erörterte Alexandre Fasel, Staatssekretär im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Partnerschaft zwischen der Schweiz und dem UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR). Das OHCHR ist für die Schweiz ein wichtiger Ansprechpartner in diesem Bereich und gehört im Rahmen der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 zu den prioritären multilateralen Organisationen.
Auch die Rolle des internationalen Genf im Bereich der Menschenrechte war Gegenstand des Gesprächs. Alexandre Fasel und Volker Türk tauschten sich über die Reformen im Rahmen der UN80-Initiative und über Ansätze zur Stärkung eines wirksamen Multilateralismus aus. Darüber hinaus thematisierten sie die Auswirkungen der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz auf die Menschenrechte sowie die damit einhergehenden Herausforderungen für den Menschenrechtsschutz.
Die Schweiz erneuert ihre Unterstützung für das OHCHR
Die Menschenrechte sind ein zentrales Element der Schweizer Aussenpolitik. Deren Achtung ist eng mit Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung verknüpft. Die Schweiz hat deshalb ihre finanzielle Unterstützung des OHCHR in Höhe von 13 Millionen US-Dollar für die Periode 2026–2027 erneuert. Sie setzt sich so für einen fokussierten, wirksamen und am Subsidiaritätsprinzip orientierten Multilateralismus ein.
Das OHCHR trägt nicht nur zur Stärkung der internationalen Ordnung und des Völkerrechts, sondern auch zur Konfliktprävention bei. Es betreibt in Genf insbesondere das Sekretariat des UNO-Menschenrechtsrats und anderer internationaler Menschenrechtsmechanismen. Das OHCHR ist in 83 Ländern aktiv und beobachtet dort die Menschenrechtslage, dokumentiert Verstösse, berät die Behörden und unterstützt die Zivilgesellschaft.