DACHL-Treffen in Bern stärkt internationale Zusammenarbeit gegen illegales Geldspiel
Bern, 10.09.2026 — Die deutschsprachigen Geldspielaufsichtsbehörden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein (DACHL) trafen sich am 9. und 10. September 2026 in Bern zum jährlichen Austausch. Im Mittelpunkt standen die Bekämpfung des illegalen Geldspiels, aktuelle regulatorische Entwicklungen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Das illegale Online-Geldspielangebot stellt gegenwärtig die grösste Herausforderung für die Geldspielaufsicht dar. Die Aufsichtsbehörden tauschten sich über aktuelle Entwicklungen und Vollzugsmassnahmen aus und diskutierten, wie die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung illegaler Angebote weiter verstärkt werden kann. Auch die Rolle konzessionierter Anbieter bei der Bekämpfung illegaler Angebote wurde thematisiert.
Weitere Schwerpunkte waren die Umsetzung der Magglinger Konvention im Bereich der Sportwetten sowie regulatorische Fragen im Zusammenhang mit Prognosemärkten. Zudem zogen die Teilnehmenden eine erste Bilanz des seit Januar 2025 bestehenden Abkommens zwischen der Schweiz und Liechtenstein über den Austausch von Daten zu gesperrten Spielerinnen und Spielern. Dabei wurden Möglichkeiten für eine Ausweitung des Informations- und Datenaustauschs auf weitere Staaten erörtert.
Die Teilnehmenden informierten sich zudem über aktuelle Entwicklungen in Rechtsprechung und Forschung. Der regelmässige fachliche Austausch ermöglicht es den Behörden, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihre Aufsichtstätigkeit entsprechend weiterzuentwickeln.
Die Schweiz war Gastgeberin des diesjährigen Treffens. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK, das Bundesamt für Justiz und die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa bekräftigten gemeinsam mit den Partnerbehörden die Bedeutung des DACHL-Formats und vereinbarten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.