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MedienmitteilungVeröffentlicht am 22. April 2026

Bundesinventar ISOS: Neue Aktualisierungsetappe für Freiburg und Graubünden abgeschlossen

Bern, 22.04.2026 — Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. April 2026 eine Aktualisierung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verabschiedet. Im Kanton Freiburg ist es die dritte Etappe der Überarbeitung, im Kanton Graubünden die sechste. Im Rahmen der Aktualisierung wurde die Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung geändert, zudem wurden die Ortsbildaufnahmen aktualisiert.

Das ISOS, das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung, wird im Kanton Freiburg seit 2022 überarbeitet. Zwei Revisionstranchen wurden bereits durch den Bundesrat verabschiedet, die vorliegende dritte Etappe umfasst die Bezirke Greyerz, See, Saane und Vivisbach. Die nationale Bedeutung von 12 Ortsbildern wurde bestätigt. Neu im Bundesinventar aufgeführt wird Fräschels; die Ortsbilder Broc-Vieille Cure, Châtel-Saint-Denis, Jaun, Neirivue und Prayoud wurden hingegen daraus gestrichen, da sie die erforderlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen.

Im Kanton Graubünden laufen die Revisionsarbeiten seit 2019. Die sechste und vorletzte Revisionstranche betrifft die Regionen Moesa und Surselva. 14 Ortsbilder bleiben aufgrund ihrer baukulturellen Qualitäten im Bundesinventar. Die Ortsbilder Cons und Santa Domenica werden neu ins ISOS aufgenommen. Aus dem Inventar entlassen wird das Ortsbild Degen.

Die 29 Ortsbildaufnahmen, 13 im Kanton Freiburg und 16 im Kanton Graubünden, sind ab dem 1. Juni 2026 als Geodaten und als PDF auf dem Geoportal des Bundes (map.geo.admin.ch) sowie dem Geoportal des ISOS (gisos.bak.admin.ch) verfügbar.

Das ISOS
Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS bildet eine wichtige Grundlage für die qualitätsvolle Weiterentwicklung der Siedlungen. Es gehört zu den Inventaren der Objekte von nationaler Bedeutung, die der Bund auf der Grundlage des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) erstellt.
Das ISOS wird in allen Kantonen regelmässig überprüft und aktualisiert und hilft den Behörden der Denkmalpflege, des Ortsbildschutzes sowie des Bau- und Planungswesens, baukulturelle Werte zu erkennen und langfristig zu sichern. Über die Aufnahme, die Abänderung oder die Streichung von Ortsbildern entscheidet nach Anhörung der Kantone der Bundesrat. Der Bund greift bei der Ausübung seiner Aufgaben systematisch auf das ISOS zurück; die Kantone und Gemeinden müssen es in ihren Planungen berücksichtigen.