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MedienmitteilungVeröffentlicht am 22. Januar 2026

Brandkatastrophe Crans-Montana: Schweizer Fachteams unter Koordination des BABS besuchen Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in ausländischen Verbrennungszentren

Bern, 22.01.2026 — Die Schweiz hat zwei Swiss Contact Teams (SCTs) aufgebaut und entsendet sie in die europäischen Verbrennungszentren, die nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz wohnhafte Patientinnen und Patienten behandeln. Dank internationaler Unterstützung konnten die Schwerverletzten die bestmögliche medizinische Versorgung in einer spezialisierten Klinik erhalten.

Im Austausch mit den Behandlungsteams vor Ort sollen die SCTs den Zustand und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten für die weitere langfristige Behandlung inklusive Rehabilitation erfassen. Damit sollen die Grundlagen für die nationale Vorbereitung und Koordination der Weiterbehandlung erfasst werden.

Die SCTs wurden aus Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin zusammengesetzt und bestehen aus erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten der Verbrennungsmedizin und Rehabilitation der behandelnden Institutionen mit einer organisatorischen Unterstützung durch einsatzerfahrene Experten des Schweizerischen Roten Kreuzes und des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), angegliedert an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Teams werden zudem von den Schweizer Botschaften und Konsulaten im jeweiligen Land unterstützt. Organisiert wird die Entsendung durch die Nationale Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).

Die beiden Teams haben ihre Arbeit am 21.01.2026 aufgenommen und besuchen zuerst die Patientinnen und Patienten in Belgien und Deutschland. Gegenwärtig werden 17 Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsangehörigkeit und 9 Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität, aber mit Wohnsitz der Schweiz in spezialisierten Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt.

Die Resultate der Abklärungen werden für die weitere nationale Koordination genutzt, welche durch die Verbrennungszentren in der Schweiz (CHUV Lausanne, Universitätsspital Zürich, Kinderspital Zürich), die Kantone mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK, die Suva, die auf Rehabilitation spezialisierten Suvakliniken in Bellikon und Sion, das Bundesamt für Gesundheit BAG und das BABS im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin KATAMED erfolgen wird. So wird gewährleistet, dass in internationaler und nationaler Koordination die notwendigen Kapazitäten für die Behandlung der Patientinnen und Patienten sichergestellt sind.