Die Schweiz an der Jahrestagung 2026 des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sowie am Treffen der G20 Finanzministerinnen und -minister in Bangkok
Bern, 14.10.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin und Bundesrätin Karin Keller-Sutter sowie Nationalbankpräsident Martin Schlegel nehmen vom 15. bis 17. Oktober 2026 in Bangkok an der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank teil. Während der Tagung findet zudem ein G20-Treffen der Finanzministerinnen und -minister und der Notenbankgouverneurinnen und -gouverneure statt. Die Schweizer Delegation nutzt den Anlass auch für bilaterale Gespräche.
Im Zentrum der Treffen stehen die aktuellen globalen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Herausforderungen. Anhaltende geopolitische Spannungen und handelspolitische Konflikte belasten die Weltwirtschaft. Für die Schweiz sind verlässliche internationale Wirtschaftsbeziehungen zentral. Sie setzt sich daher für offene Märkte und belastbare Lieferketten ein. Die Schweiz betont zudem, dass gesunde Staatsfinanzen, Finanzstabilität und -integrität sowie eine innovationsfreundliche Wirtschaftspolitik nötig sind für Resilienz und Wachstum.
Weitere wichtige Themen sind die prioritären Aktivitäten von IWF und Weltbank. Im IWF setzt sich die Schweiz dafür ein, dass er die Mitgliedsländer fundiert und unabhängig berät. Der IWF soll sich dabei auf zentrale Risiken und seine Kernkompetenzen konzentrieren. Die aussenwirtschaftlichen Positionen seiner Mitglieder soll er ganzheitlich und objektiv beurteilen. Ausserdem tritt die Schweiz für eine massvolle IWF-Kreditvergabe im Rahmen von effektiven Reformprogrammen und für solide IWF-Finanzen ein.
Die Schweiz begrüsst den stärkeren Fokus der Weltbank auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Mobilisierung privater Investitionen. Dabei sollen die Armutsbekämpfung und die Entwicklungswirkung im Zentrum stehen. Voraussetzung dafür sind gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen, funktionierende und inklusive Arbeitsmärkte sowie hohe Umwelt- und Sozialstandards.
Anlässlich der Jahrestagung wird die Schweiz eine neue Partnerschaft mit dem IWF unterzeichnen, welche der Bundesrat am 26. August 2026 genehmigt hat. Im Rahmen dieser Partnerschaft gewährt die Schweiz dem IWF 40 Millionen Franken für die Jahre 2026–30 für die technische Unterstützung seiner Mitgliedsländer beim Aufbau staatlicher Kapazitäten und Institutionen. Diese Partnerschaft wird durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) umgesetzt. Das fortgesetzte Engagement der Schweiz stärkt ihre Position in IWF und Weltbank und hilft auch Schweizer Unternehmen und Investoren, etwa durch verbesserte Bedingungen für Handel und Investitionen sowie geringere wirtschaftliche Risiken.
Während der Tagung findet unter US-Vorsitz ein G20-Treffen der Finanzministerinnen und -minister sowie der -Notenbankgouverneurinnen und -gouverneure statt. Die Schweiz setzt sich dort unter anderem für wirtschaftliche Offenheit und wachstumsfreundliche, verlässliche Rahmenbedingungen ein. Zudem unterstützt die Schweiz die Forderungen nach Schuldentransparenz und nach effizienteren Umschuldungen in Entwicklungs- und Schwellenländern.